HEYDRICH Neun Monate Reichsprotektor in Böhmen und Mähren

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HEYDRICH Neun Monate Reichsprotektor in Böhmen und Mähren

By Tina Walford

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Enthält ein Interview mit seinem Sohn Heider Heydrich und Kopien der Bilder und persönliche Briefe von seinem Vater geschrieben, die freundlicherweise von der Familie in diesem Buch dargestellt werden.

Seit seiner Ermordung im Juni 1942 muss der ehemalige Reichsprotektor, Chef der Geheimen Staatspolizei und des Sicherheitsdienstes für jede Schandtat herhalten. Bei den sog. Kriegsverbrecherprozessen gaben ihm die Angeklagten für Alles und Jedes die Schuld. Der Mann konnte sich ja nicht mehr wehren.

Die englische Investigativjournalistin Tina Walford ist diesen vermeintlichen Spuren nachgegangen Sie hat in ihrem Buch versucht, Mensch und Wirken dieses Mannes nachzuvollziehen. Dabei stellte sie fest, dass Heydrich, ehemals ein hervorragender junger Offizier der Reichsmarine, nicht nur optisch ein Kontrapunkt zu vielen Größen des Dritten Reiches war. Schlank, blond und sportlich, zählte er zu den besten Degenfechtern Deutschlands, zugleich war er ein hochbegabter Cellospieler.

Nach Kriegsausbruch war er ohne Wissen der Obersten Führung als Flieger an der Ostfront. Und er führte ein geordnetes Familienleben. Beruflich galt er als ungemein kompetent und pragmatisch, entscheidungsfreudig und absolut zuverlässig.

Heydrich stand bis zu seiner Ernennung zum amtierenden Reichsprotektor Ende September 1941 stets im Schatten seines bisherigen Dienstherrn Heinrich Himmler. Fotos aus jener Zeit zeigen ihn in der zweiten und dritten Reihe: aufmerksam, beobachtend und abwartend. Mit seiner neuen Aufgabe trat er ins Rampenlicht der Öffentlichkeit; nicht zuletzt weil er in wenigen Monaten das Protektorat auf seine Art befriedete.

Anhänger des Benes-Regimes, die als Unruhestifter und Widerständler amtsbekannt waren, wurden schnell auf vielfältige Art und Weise aus dem Verkehr gezogen. Ganz anders die tschechische Arbeiterschaft, die für die Wirtschaft des Reiches unabkömmlich war.

Heydrich gelang es in wenigen Wochen den tschechischen Arbeiter zu versöhnen und zu gewinnen. Dies ist eine der Ursachen für seine Ermordung durch gedungene britische Geheimagenten.

Die Autorin hat für diese glänzend geschriebene Biografie umfangreiche Reisen zu den Orten von Heydrich Aktivitäten unternommen. Sie sprach mit noch lebenden Zeitzeugen in Prag, hat historische Feldforschung betrieben und bislang unveröffentlichte britische Geheimdokumente sowie Privataufzeichnungen

Heydrichs einsehen und interpretieren können. Aufgrund ihrer umfangreichen Recherchen zeichnet sie ein völlig neues Bild dieses geheimnisumwitterten Mannes.
Englischen Journalisten wird in ihren literarischen Arbeiten häufig ein ausgesprochenes Erzähltalent verbunden mit auffallender Profession nachgesagt. Diese Biografie ist ein beredtes Beispiel für brillante Geschichtsschreibung ohne Wenn und Aber.